Schen­gen ist gut, Kon­trolle ist besser!

(Quelle: DPolG-​Bundespolizeigewerkschaft)

Eine Del­e­ga­tion der Deutsche Polizeigew­erkschaft (DPolG) besuchte am 24.09.1525.09.15 die Ein­satzkräfte in Rosen­heim, Freilass­ing, Pas­sau und Deggendorf.

Schen­gen ist gut, Kon­trolle ist besser!

So oder ähn­lich muss der Bun­desin­nen­min­is­ter gedacht haben, als er am vorver­gan­genen Woch­enende verkün­dete, dass Deutsch­land die vorüberge­hen­den Gren­zkon­trollen ein­führen wird.

Es wur­den kurz­er­hand die let­zten Reser­ven der Bun­de­spolizei mobil­isiert und teil­weise direkt aus laufenden Ein­sätzen her­aus an die Süd­grenze verlegt.

Anfangs herrschten chao­tis­che Zustände im Ein­satzgeschehen. Ein­satzkräfte reis­ten teil­weise ohne konkreten Auf­trag an – die Logis­tik wurde von diesem Ein­satz ebenso über­rascht und war gezwun­gen in einer ad hoc Lage für Unterkunft und Verpfle­gung für die Ein­satzkräfte zu sor­gen. Erstaunlicher Weise war die Bun­de­spolizei mal wieder in der Lage, einen Großteil der Missstände bezüglich Unterkunft und Verpfle­gung abzustellen.

Zwis­chen­zeitlich arbeiten unsere einge­set­zten Kol­legin­nen und Kol­le­gen hoch pro­fes­sionell und die Auf­griffe wer­den in geord­neten Ver­fahren in den ein­gerichteten Bear­beitungsstraßen abgear­beitet. Davon haben sich die Vor­sitzen­den der DPolG Bezirksver­bände Bay­ern und Bun­des­bere­itschaft­spolizei, Her­bert Kell­ner und Peter Koch gemein­sam mit dem 1. stellv. Bun­desvor­sitzen­den; Heiko Teggatz überzeu­gen können.

Die Del­e­ga­tion der Deutsche Polizeigew­erkschaft (DPolG) besuchte die Ein­satzkräfte in Rosen­heim, Freilass­ing, Pas­sau und Deggendorf.

Den Gew­erkschaftern boten sich alarmierende Bilder. Der Migra­tions­druck ist nach wie vor so stark, dass die Ein­führung von Gren­zkon­trollen lediglich dazu dient, die Zuführung in die Bear­beitungsstraßen dosiert zu organ­isieren. Gren­zpolizeiliche Maß­nah­men wer­den durch die „Gren­zkon­trol­lkräfte“ so gut wie gar nicht getroffen.

Die größte Sorge der einge­set­zten Kräfte ist die Abrech­nung der in diesem Ein­satz geleis­teten Stun­den. „Vor dem Hin­ter­grund der Abrech­nung des zurück­liegen­den G7 Ein­satzes haben unsere Kol­legin­nen und Kol­le­gen die Befürch­tung, dass es auch bei diesem Ein­satz zu Benachteili­gun­gen bei der Stun­denabrech­nung kom­men kön­nte.“, sagt Heiko Teggatz. „Seit G7 haben die Kol­legin­nen und Kol­le­gen das Ver­trauen in eine ein­heitliche und gerechte Abrech­nung ver­loren.“, so der Gew­erkschaftsvize weiter.


Für die Deutsche Polizeigew­erkschaft gibt es keine Zweifel darüber, dass alle anlässlich der Wiedere­in­führung der Gren­zkon­trollen alarmierten und zuge­führten Kräfte einen pauschalen Freizeitaus­gle­ich bekom­men müssen. Die Direk­tion Bun­des­bere­itschaft­spolizei hat dieses für ihre Ein­satzkräfte bere­its angeordnet.

(Quelle: DPolG-​Bundespolizeigewerkschaft)