Rosen­heim ist schlimm, Pas­sau noch viel schlimmer

Ernst G. Walter

Vor­sitzen­der der DPolG-​Bundespolizeigewerkschaft

Auf Bitte des Bezirksver­ban­des Bay­ern besuchte unser Vor­sitzen­der Ernst G. Wal­ter Mitte Novem­ber das Bun­de­spolizeire­vier in Pas­sau, was inzwis­chen 95% aller Auf­griffe der BPOLI Freyung fest­stellt und bear­beiten muss.

Nach­dem er sich bere­its einen Ein­blick in die prekäre Migrations-​Lage bei der BPOLI Rosen­heim ver­schaf­fen kon­nte, war er angesichts der katas­trophalen Zustände in Pas­sau regel­recht fassungslos.

Wal­ter: “Das ist eine Riesen­sauerei, wie hier in Pas­sau mit den Beschäftigten umge­gan­gen wird! Wenn hier nicht ganz schnell die Unter­bringung verbessert wird, nicht erst in einem Jahr, son­dern umge­hend, dass müssen sich alle Ver­ant­wortlichen ganz warm anziehen, wenn hier Schlim­meres passiert! Wir wer­den alle, die nichts tun und nur zu– oder wegschauen, zur Rechen­schaft ziehen!”

Nicht nur, dass die Zahlen der ille­galen Ein­reisen am Revier Pas­sau im Novem­ber ver­mut­lich sogar die Zahlen in Rosen­heim übertr­e­f­fen wer­den, und das bei weitaus weniger Per­sonal, nein ger­ade die Umstände, unter denen die Kol­legin­nen und Kol­le­gen hier arbeiten müssen sind abso­lut unzu­mut­bar.
Das inof­fiziell bere­its zum Abriss freigegebene Dien­st­ge­bäude platzt nicht nur aus allen Nähten, es ist auch im wahrsten Sinne des Wortes “BRAND – gefährlich”. Ein Holztrep­pen­haus zum voll mit Beamten und Migranten gestopften Obergeschoss ohne weit­ere Flucht­möglichkeiten, Waf­fen­fächer auf dem Flur, je eine uralte Toi­lette für 95 Kol­legin­nen und Kol­le­gen, je 3 Ermit­tlungs­beamte arbeiten auf eng­stem Raum in einem mit Akten und Vorgän­gen über­füll­ten Büro, ein überquel­len­des Lager mit Klei­dung für Flüchtlinge, ein “all in one – Geschäft­sz­im­mer”, dass auch zur Auswer­tung und Bear­beitung mit­genutzt wird und ein “Aufen­thalt­sraum”, der diesen Namen nicht ver­di­ent, zig Mobil­tele­fone von krim­inellen Schleusern, die noch aus­gew­ertet wer­den müssen und über 2000 auf die Abgabe an die Staat­san­waltschaft wartenden Vorgänge sind nur einige wenige High­lights, die den Gew­erkschaftsvor­sitzen­den wütend machen.

“Die Kol­legin­nen und Kol­le­gen sind hier echt am Ende, die Belas­tungs­grenze ist schon lange über­schrit­ten. Alle haben Angst wegen der unkalkulier­baren Brandge­fahren und vor den immer unerträglicher wer­den­den hygien­is­chen Zustän­den.” sagt Wal­ter und fordert Bun­desin­nen­min­is­ter Karl Ernst Thomas de Maiz­ière dazu auf, sich das Ganze am besten zu Wei­h­nachten bitte mal per­sön­lich vor Ort anzuschauen, denn mit Wertschätzung, Unter­stützung und Anerken­nung seiner Bun­de­spolizei, die er in seiner Wei­h­nachts­botschaft bes­timmt wieder ver­sich­ern wird, hat das in Pas­sau nach Mei­n­ung von Gew­erkschaftschef Wal­ter alles über­haupt nichts mehr zu tun. Sein Fazit nach dem Besuch in Pas­sau: “Das ist ein­fach alles völ­lig unerträglich hier und muss drin­gend geän­dert werden!”

Hier ein paar Eindrücke:

Bun­de­spolizeire­vier Passau
Waf­fen­fächer im Flur
Nur eine Toi­lette für alle PVB
Holztrep­pen­haus … Brandgefahr!
„Gemütlicher Aufen­thalt­sraum“
Arbeit­splatz für –3– Ermittlungsbeamte
Über­fülltes Lager
„All-in-one“-Geschäftszimmer

(Quelle: Bundespolizeigewerkschaft)